Künstliches Koma

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Statt von einem künstlichen Koma spricht man häufig aber auch von einer Narkose.

Diese ist vergleichbar mit jener, die Patienten während einer Operation bekommen. Auch die Medikamente, die eingesetzt werden sind die gleichen.

Hauptsächlich handelt es sich um Propofol oder Barbituraten, gelegentlich Benzodiazepinen. Zusätzlich werden auch Opiate eingesetzt.

Warum künstliches Koma?

Die tiefe Narkose senkt den Stoffwechsel des Gehirns und schützt damit vor Sauerstoffmangel. Das verletzte Hirn erhält so Zeit zur Erholung.

Man kann dies mit einem gebrochenen Bein vergleichen, welches mit einem Gips ruhigstellt wird.

Zu tief darf man den Sauerstoffverbrauch allerdings nicht senken, sonst sterben Hirnzellen ab. Das Gehirn reagiert in diesem Zustand weder auf Reize aus dem Körper noch von außen. Der Patient muss beatmet, Kreislauf und Blutdruck mit Medikamenten stabil gehalten werden.

Einsatz des künstlichen Komas

Bei schweren Hirnverletzungen ist das künstliche Koma eine Standardmaßnahme.

Bei manchen Patienten wird im künstlichen Koma zusätzlich die Körpertemperatur gesenkt, um den Stoffwechsel und Sauerstoffverbrauch niedrig zu halten. Die Körpertemperatur liegt dann bei 34 oder 35 Grad.

Chancen des künstlichen Komas

Experten unter den Neurointensivmediziner haben sich kürzlich auf einem Kongreß zu den Heilungschancen bei einem künstlichen Koma geäußert.

Die größte Gefahr besteht darin, dass nach dem Aufwachen kognitive Einschränkungen blieben. Zudem verschlechtert sich die Prognose, je länger das künstliche Koma andauert. Weiterhin schädigt die künstliche Beatmung die Lunge und auch das Immunsystem sowie die Nieren werden geschädigt.

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