Ausfluss bei der Frau

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Beitrag des Users tazarian

Ausfluss aus der Scheide muss nicht auf eine Krankheit hindeuten – kann aber auf Scheideninfektionen oder andere krankhafte Ursachen hinweisen.

Fast jede Frauen kennt es und hat es schon einmal gehabt. Aus der Scheide (Vagina) fließt ein geruchloses, weißlich-milchiges Sekret.

Hauptsächlich in der Zyklusmitte wird der Ausfluss dann etwas stärker. Auch junge Mädchen vor der Pubertät können bereits solch ein weißliches Sekret bemerken.

Soweit also aller normal und erst bei einer Veränderung der Scheidenflüssigkeit in Farbe, Beschaffenheit und Geruch. Kommt es zu einer krankhaften Erscheinung.

Indizien hierfür sind ein unangenehmes Jucken, Brennen oder Schmerzen außen oder innen im Scheidenbereich. Hauptauslöser sind Keime wie Bakterien, Viren oder Pilze.

Neben den bakteriellen und viralen Infektionen gibt es jedoch auch die Möglichkeit einer Geschlechtskrankheiten oder Krebserkrankung.

Wie es zu Entzündung der Scheide kommen kann

Die normale Scheidenflüssigkeit enthält abgeschilferte Scheidenhautzellen, Sekret des Gebärmutterhalses und Mikroorganismen, hier vor allem Milchsäurebakterien welche für ein saures Scheidenmilieu (ph-Wert 4 bis 4,5) sorgen.

Durch diese lebensfeindliche Umgebung werden Krankheitskeime und Pilze abgewehrt beziehungsweise daran gehindert, sich zu vermehren und Krankheitsprozesse zu starten.

Die Scheidenflora gerät aus dem Gleichgewicht wenn die Pilze überhand nehmen und dann Entzündungen auslösen. Infektionen wie bei Geschlechtskrankheiten oder krankhafte Veränderungen durch einen Tumor kann übrigens auch eine intakte Scheidenflüssigkeit nicht abwehren.

Wo kommen die Krankheitserreger eigentlich her, werden sich nun viele Leser fragen. Die Antwort ist, dass Krankheitserreger, häufig über sexuellen Kontakt übertragen werden.

Faktoren, die das gesunde Scheidenmilieu angreifen

Nicht nur „schmutziger“ Sex, sondern auch übertriebene beziehungsweise falsche Intimhygiene kann der Scheidenflora schaden. Normaler Seife etwa bringt den Selbstreinigungsmechanismus der Scheide und das Gleichgewicht zwischen dem Scheidenmilieu und den natürlich vorhandenen Keimen durcheinander.

Tampons, die zu lange in der Scheide verbleiben oder vergessen werden, sowie eng anliegende, synthetische Wäsche und Kleidung sind ebenfalls Auslöser einer Scheideninfektion und damit verbundenem Ausfluss.

Falsches Säubern nach dem Stuhlgang, nämlich von hinten nach vorne, befördert Pilze und Keime aus der Analzone in die Scheide. Immer in die andere Richtung wischen.

Ein weiteres Thema sind Allergien. Allergische Reaktionen, sei es zum Beispiel auf Latex von Kondomen, können zu Ausfluss führen.

Auch die Therapie mit Antibiotika kann das Scheidenmilieu beeinträchtigen und damit zu einer Infektion führen.

Maßnahmen bei Ausfluss

Sollte der natürliche Ausfluss sein Aussehen verändert, stärker werden oder anders riechen, sollte eine Frau aufmerksam werden und den Frauen- oder Hautarzt befragen.

Die Art des Ausflusses sowie weitere Krankheitszeichen können bereits erste Hinweise geben. Eine eingehende Untersuchung wird dann den Behandlungsweg weisen.

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